Connemara ist eine Landschaft von wilder Ursprünglichkeit und dramatischen Gebirgspanoramen, faszinierender Stille, dunklen Hochmooren, kleinen Seen, einsamen Stränden und tief eingeschnittenen Buchten.
Connemara - ursprünglich und mystisch
Irlands rauher Westen
Connemara wird im Süden durch die Galway Bay, im Norden durch Killary Harbour und im Osten durch den Lough Corrib begrenzt. Der südliche Teil besteht hauptsächlich aus Heide- und Moorgebieten, der Nordteil aus mehreren über 700 Meter hohen Bergen, den Twelve Bens, in welchen auch der Connemara Nationalpark liegt. Die Küstenregion besteht aus einigen Inseln und Halbinseln, kleinen Fischereihäfen und vielen Stränden. Das Land ist mit goldbraunen Granitbrocken übersät, die Bergfelsen bestehen aus Gneis, Marmor und vorallem Quarzit. Die wenigen Bäume hat der Wind nach Osten gebeugt. Geheizt wird hier noch mit Torf, den es im Überfluss gibt. Halbwilde Ponys und Schafe leben in den Bergen. Am besten erschliesst sich Connemara seinen Besuchern, wenn sie es erwandern oder mit dem Fahrrad durchfahren. Sie müssen sich dabei allerdings auf schnelle und häufige Wetterwechsel einstellen.
Gaeltacht
Flächenmässig ist Connemara Irlands grösste Gaeltacht, was bedeutet, dass hier Irisch offiziell die vorherrschende Sprache ist. Davon zeugen unter anderem die in gaelischer Schrift gehaltenen Wegweiser an den Strassen.
Clifden
Mit ca. 2'000 Einwohnern ist Clifden Connemaras grösste Ortschaft und zugleich die inoffizielle «Hauptstadt». Clifden klebt förmlich auf einem Kliff über der Mündung des Owenglin River. Die vielen Kunsthandwerkgeschäfte, zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten in Bed & Breakfasts, gesellige Singing Pubs, der nahe Strand und die idyllische Umgebung machen Clifden zu einem beliebten Ziel für Touristen.
Sky Road
Von Clifden aus startet die etwa elf Kilometer lange Sky Road, die einen Blick über die beeindruckende Landschaft und den Atlantik bietet. Weil sie an manchen Steigungen geradewegs in den Himmel zu führen scheint, bekam die 15 Kilometer lange Strasse um die Halbinsel zwischen Clifden und Streamstown Bay ihren himmlischen Namen. Ausserhalb der Saison eine schöne, etwa vierstündige Wanderung mit Panoramablicken, kann sie Fussgängern im Sommer wegen des regen Ausflugsverkehrs nur eingeschränkt empfohlen werden.
Connemara Nationalpark
Der 1980 gegründete Connemara Nationalpark ist einer von sechs irischen Nationalparks. Ein Grossteil der fast 30 km² gehörte zuvor zum Farmgebiet der Kylemore Abbey. Der Park umfasst weitgehend Heide oder Moorland und die nördlichsten Gipfel der Twelve Pins. Wahrzeichen des Nationalparks ist der Diamond Hill, der über eine beschilderte Route begehbar ist. Im Visitor Centre erfahren Besucher Interessantes über Flora und Fauna sowie Geologie des Parks.
Twelve Pins
Die bis 800 Meter hohen Gipfel der Twelve Pins sind das bevorzugte Ziel von Bergwanderern in Connemara. Die Wege sind allerdings nicht markiert und oft nur schlecht zu erkennen. Am besten erkundigen Sie sich vor Ort über Routenvorschläge und Karten.
Kylemore Abbey
Kylemore Abbey ist die älteste irische Benediktinerinnenabtei. Das 1665 im heutigen Belgien gegründete Kloster ist nach mehreren Umzügen seit 1920 in dem 1871 fertig erstellten Schloss Kylemore untergebracht. Auch eine Internatsschule ist hier zu finden. Die Kirche, die Halle mit einer Ausstellung von Kirchenschätzen und der herrliche Klostergarten können besichtigt werden. Die Nonnen betreiben eine florierende Töpferwerkstatt und einen ausgezeichneten Coffeeshop, in dem Gemüse und Kräuter aus dem Klostergarten verarbeitet werden.
Connemara Ponys
Die Sage erzählt, dass einige der Araberpferde an Bord der im 16. Jahrhundert vor Connemaras Küste gesunkenen Schiffen der spanischen Armada es an Land schafften und sich mit den einheimischen Ponys kreuzten. Daraus hervor gingen die kräftigen und gut proportionierten Connemara Ponys, die noch heute teilweise wild leben.
Inishbofin
Die Insel Inishbofin liegt nur neun Kilometer vor der Küste Connemaras nördlich der Stadt Clifden. Eine Fährverbindung zur Insel besteht von dem kleinen Ort Cleggan aus. Auf der 20 km² grossen Insel wohnen noch knapp 200 Menschen, die hauptsächlich vom Fischfang und von der Landwirtschaft leben. Im Winter schneiden Stürme die Insel manchmal wochenlang vom Festland ab. Interessante Sehenswürdigkeiten von Inishbofin sind eine spätmittelalterliche Kirche und eine Burgruine aus dem 16. Jahrhundert.


