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Island

Island

Mit Island verbinden wir Vulkane, Lagunen, Geysire und eine unberührte Landschaft. Aber dieses sehr dünn besiedelte Land verspricht noch viel mehr als das. Kommen Sie mit uns in ein Land, von dem nicht nur Künstler und Fotografen begeistert sind.

Island hat wenige Baudenkmäler, Museen oder Monumente, dafür rauschende Wasserfälle und Flüsse, Hügel, unendliche Ebenen und zu jedem noch so kleinen Ort gibt es eine Geschichte zu erzählen. In kaum einem anderen europäischen Land spielen Märchen und Sagen eine so grosse Rolle und prägen die Menschen und ihren Alltag.

Die Isländer sind so zu einem stolzen Volk gewachsen, welches sehr freiheitsliebend und sympathisch ist und doch seine Wurzeln kennt. Dieser faszinierende Menschenschlag schafft es einfach und gekonnt, Tradition und Moderne zu vereinen.

Ob Isländer und Reisender, was gibt es Schöneres, als nach einem Tag in der unvergesslichen Landschaft, voller Eindrücke, Schnee, Licht und Sonnenschein, sich in einer heissen Quelle zu entspannen und den blauen Himmel über sich zu geniessen?

Die Regionen Islands

Der Süden und der Südwesten

Nirgends auf der Welt offenbart sich die Kluft zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte so deutlich wie auf der Halbinsel Reykjanes und in Þingvellir, wo sich die riesigen Erdplatten jährlich um zwei Zentimeter verschieben. Doch stets füllt sich die Scharte wieder, weil an ihrem Rand seit der Entstehung der Insel immer wieder Vulkanausbrüche stattfinden.

Reykjavík, die nördlichste Hauptstadt der Welt liegt ganz im Südwesten, wo ein gemässigtes Klima herrscht. Die Altstadt ist geprägt von traditionellen Gebäuden in fröhlichen Farben. Die neueren Stadtteile sind lebhaft und lassen beim Besucher keine Wünsche offen. Hier findet man das Einkaufsviertel, schöne Bars, Restaurants oder Cafés für einen kurzen Stopp.

Und nicht weit von Reykjavík und nahe beim Flughafen liegt die “Blaue Lagune“. Nicht nur von Touristen, auch von Einheimischen wird dieser in einem Lavafeld gelegene See gerne besucht. Der wohl ungewöhnlichste Swimming Pool der Welt ist stets 38 Grad warm und erhält sein Wasser vom geothermischen Kraftwerk Svartsengi. Das an Kieselsäure und Mineralsaltzen reiche Wasser soll heilkräftig sein, mit dem Schlamm des Seegrundes reiben sich die Isländer ein.

Þingvellir ist zweifelsfrei einer der wichtigsten Orte auf der Insel. Die historische Stätte liegt in einer prächtigen Kulisse am nördlichen Ende des Þingvallavatn, des grössten isländischen Sees. Hier wurde 930 das isländische Parlament, das sogenannte Alþing gegründet. Nicht nur Gesetze wurden hier erarbeitet, auch allfällige Streitereien wurden geschlichtet.

Gulfoss, der goldene Wasserfall ist für viele Besucher der Höhepunkt ihrer Reise. Ein Fussweg führt bis an den Rand dieses Naturwunders, wo man aus nächster Nähe beobachten kann, wie das Wasser 32 Meter in die Tiefe stürzt.

Etwas ausserhalb von Vik, an der Südküste, liegt das 110 Meter hohe felsige Kap von Dyrhólaey. Der riesige, natürliche Torbogen zeigt von der Kraft des Atlantiks. Heute stehen das Felstor und die umliegenden Dünen unter Naturschutz und sind ein Paradies für diverse Vögel.

Der Osten

Nur wenige Landesteile lassen den Menschen so klein erscheinen wie Europas grösster Gletscher, der Vatnajökull und seine Umgebung.

Neben den Ausläufern des Vatnajökull faszinieren die langen Fjorde Ostislands, die steilen Berge und die weissen Gipfel, die zusammen eine atemberaubende Szenerie schaffen. Eine grosse Rolle spielen in diesem Landesteil auch die Farben. Nirgends ist das Land grüner, der Himmel blauer und die Strände schwärzer als hier im Vatnajökull-Nationalpark.

Die Hafenstädtchen haben ihren Charme erhalten und laden zum Verweilen ein. Wanderer zieht es eher in die Täler und Naturfreunde freuen sich über die vielen Zugvögel und Rentiere, welche nur hier im Osten zuhause sind.

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Der Norden und der Nordwesten

Der sehr bekannte Myvatn oder “Mückensee“ ist mit seiner einmalig schönen Landschaft, seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ein weiteres touristisches Highlight dieses nördlichen Landes. Der See liegt auf einem hochaktiven Vulkangürtel, seine heutige Form erhielt er durch einen gigantischen Lavastrom. Seinen Namen “Mückensee“ erhielt er übrigens, weil sich hier nicht nur Touristen, sondern auch Mücken wohlfühlen.

Die Häfen im Norden Islands sind bekannt für die Ausflüge zur Walbeobachtung. Húsavik, ganz oben im Norden, wurde schon 870 “entdeckt“. Heute ist das malerische Städtchen mit seiner typischen Kirche ein idealer Ausgangspunkt für Bootsausflüge - hier sieht man mit fast hundertprozentiger Sicherheit Delphine. Für interessierte Touristen, die mehr über den Walfang und dessen Geschichte erfahren möchten, ist das Hvalasafnið (das Walmuseum) von Húsavik der ideale Ort.

Das Zentrum der zweitgrössten Stadt Islands, Akureyri, liegt umgeben von hohen Bergen am Eyjafjörður. Das kulturelle Leben und die Unterhaltung spielen in dieser lebendigen Stadt eine wichtige Rolle. Neben vielen Einkaufsmöglichkeiten, Galerien, Museen und Theatern gibt es auch einige gute Restaurants. Aber auch für Sportbegeisterte ist gesorgt: im Sommer locken natürliche Schwimmbäder mit warmem Wasser und im Winter trifft man sich in Islands bestem Skigebiet. Nicht nur Langlauf ist hier möglich, auch Alpin Skifahren wäre eine Alternative.

In Nordwest-Island haben die vulkanischen Kräfte ihr Werk weitgehend beendet. Gletscher liessen bei ihrem Rückzug weite Täler und sanfte Flusslandschaften zurück. Aber nicht nur die schöne Landschaft lässt sich hier bewundern, auch das berühmte Islandpferd ist hier oft anzutreffen und fühlt sich in dieser Umgebung zuhause. Und nirgends wird das Islandpferd so gefeiert wie im Nordwesten. Auch Freunde anderer Tiere kommen hier auf ihre Kosten. Die Vogelwelt ist hier ausserordentlich vielseitig. Sehr oft sieht man sogar den König der isländischen Vögel, den Adler.

Fährt man weiter in Richtung Süden trifft man in westlicher Richtung auf die Halbinsel Snæfellsness. Sie erstreckt sich ca. 100 Kilometer in den Atlantik und ist – trotz ihrer Nähe zur Hauptstadt – relativ dünn besiedelt. Nicht umsonst spricht man hier von „Island en miniature“, hier findet man wirklich alles, was die Insel zu bieten hat. Vor allem aber eine zerklüftete und markante Landschaft, heisse Quellen und eine unvergleichliche Vogelwelt. Von den kleinen, typischen Dörfern aus werden interessante Bootstouren durchgeführt.

Klima und Kleidung

Die Sommer sind kühl und sonnig, die Winter sind Dank des Golfstromes mit einer Durchschnittstemperatur von +/– 5° verhältnismässig mild. Allerdings ist das Wetter eher als launisch bekannt. Jeder Reisende sollte deshalb für allfällige Wetterumschwünge gerüstet sein. Vor allem im Hochland und im Landesinnern können innerhalb weniger Minuten Stürme aufkommen.

In Ihrem Reisegepäck sollten warme Pullover und Unterziehwäsche, winddichte und wasserabweisende Hose und Jacke, Handschuhe und Mütze nicht fehlen. Das Mehrschichtenprinzip bewährt sich bestens.

Im Winter sollte man sich vor längeren Touren immer über die aktuelle Wetterlage informieren und die Strecken nicht zu lange planen. Der Winter mit seinen Lichtern und Farben verspricht aber ein einmaliges und eindrückliches Reiseerlebnis.

Klimatabelle   Dezember Januar Februar März April
ReykjavikTagestemperatur in °C
Tageslicht in Std.
0
4
–1
5
0
7
0
10
3
13
AkureyriTagestemperatur in °C
Tageslicht in Std.
–2
4
–2
4
–2
7
–1
10
–2
13

Reiseinformationen Island

Einreise

Schweizer Bürgerinnen und Bürger benötigen für die Reise einen gültigen Reisepass oder eine gültige Identitätskarte und können wie EU-Bürger einreisen. Kinder müssen einen eigenen gültigen Ausweis besitzen. Staatsangehörige anderer Nationalitäten erkundigen sich bitte bei der jeweiligen Botschaft oder ihrer Buchungsstelle.

Geld

Das Zahlungsmittel in Island ist die Isländische Krone. Weit verbreitet sind zudem die Kreditkarten Euro/Mastercard und Visa. In grösseren Ortschaften und Flughäfen kann problemlos mit der EC-Karte an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden. Durch die Finanzkrise wurden zwar die Preise markant erhöht. Die Nebenkosten sind für ausländische Touristen jedoch trotzdem günstiger geworden, da die isländische Krone stark an Wert verloren hat. Die Preise liegen im Durchschnitt leicht über denen der Schweiz. Umrechnungsbeispiel (Stand Juni 09): ISK 100 (CHF 0.90).

Zeit

In Island gehen die Uhren nach der UTC, der Greenwich-Zeit. Das heisst, dass im Winter die Uhren eine Stunde und während der Sommerzeit zwei Stunden nachgehen. Wenn es bei uns also 12.00 Uhr ist, ist es in Island 11.00 Uhr resp. 10.00 Uhr.

Sprache

Die Landessprache ist Isländisch. Weit verbreitet sind Englisch und Dänisch, Deutsch wird an einigen Orten gesprochen.

Tageslicht

Von Mitte November bis Ende Januar sind die kürzesten Tage und haben drei bis vier Stunden Tageslicht, neben einer langen Dämmerung vor- und nachher. Während dieser Zeit können die Nordlichter besonders gut beobachtet werden. Bereits ab März sind die Tage dann länger als bei uns.

Reykjavik

Heisse Quellen

Bereits im Mittelalter wurden die heissen Quellen auf Island zum Baden und Erholen bekannt und so erstaunt es nicht, dass das Land für seine besondere Badekultur bekannt ist. Allein in Reykjavik finden sich sieben Freiluft-Thermalbäder und zahlreiche weitere auf der ganzen Insel. Das wohl bekannteste Freiluftbad ist die Blaue Lagune bei Grindavik, das mittlerweile zu einer Touristenattraktion geworden ist.

Schneeverhältnisse

Besonders im Nordosten der Insel wie um die Region vom See Myvatn und bei Egilsstadir gibt es im Winter viel Schnee. Bei guten Schneeverhältnissen können im ganzen Land schöne Langlauftouren gemacht werden. Nur wenig Schnee gibt es im Südwesten und in Reykjavik - hier kann es vorkommen, dass der Schnee gar nicht liegen bleibt. Mit wetterbedingten Programmänderungen muss stets gerechnet werden, da das Wetter wechselhaft ist.

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